Es gibt schon Merkwürdigkeiten auf dieser Welt.
Ein solches Phänomen stellt mit hoher Wahrscheinlichkeit Paris Hilton dar, die es immer wieder schafft die Medien aufgrund nicht immer positiver Schlagzeilen auf sich zu lenken.
Nachdem sie aus dem Gefängnis entlassen wurde, nahm sie nicht die Chance wahr, "die Geläuterte" im Hintergrund zu spielen, sondern trat erst einmal bei Larry King auf. Für Paris Hilton diente dieser Auftritt lediglich dazu, eine PR-Kampagne zu starten, um zu zeigen "seht her, ich habe mich verändert".
Mit großer Sicherheit kann man sagen, dass der Mensch sich nicht innerhalb einer solch kurzen Zeit zum positiven verändert und plötzlich keinen Alkohol mehr trinken wird, was in Paris Hiltons Fall lediglich ein Beispiel ist.
Das 26 jährige Mädchen saß mit schüchternem Lippgloss-Lächeln bei Larry King im Sessel und sprach vom "traumatisierenden Erlebnis" im Gefängnis. Sie verbreitete dabei Sätze wie: "Jeder macht Fehler und muss daraus lernen und daran wachsen, aber dies macht mich zu dem, was ich heute bin."
Sie selbst ist sich bis heute keinerlei Schuld bewusst, da sie immer wieder beteuert, dass sie mit Alkohol kein Problem habe ("Ich trinke nicht gerne viel"). Meiner Ansicht nach hat sie mit großer Wahrscheinlichkeit ein Problem mit Alkohol, denn wenn jemand derart oft in den Medien betrunken gezeigt wird oder immer derart perfekt dargestellt wird, braucht der Mensch etwas, um das alles zu kompensieren. Ich möchte nicht behaupten, dass das Gründe sein können, aber wenn man zwei Mal derart angetrunken am Steuer angehalten wird, ist es fraglich, ob dieser Mensch nicht den Bezug zur Realität verloren hat.
Paris hat es ja sogar nötig, den so genannten "Krisenmanagement-Experten“ namens Michael Sitrick anzustellen, damit dieser sie vor weiteren Fehltritten bewahren wird. Das alles kam nach der Entlassung ans Tageslicht.
Der Höhepunkt des Ganzen ist wohl, dass eigentlich Michael Moore eingeladen war, um mit Larry King über seinen neuen Film "Sicko“ zu sprechen, welcher den haarsträubenden Zustand des amerikanischen Gesundheitssystems beleuchten wird. Dieser Gast wäre sicherlich an jenem Abend besser gewesen als ein Interview zu zeigen, welches zwar mit großer Sicherheit die Massen interessiert hat, aber weder Tiefgang noch sonst irgendwas hatte.
Nun ist Paris Hilton dafür selbstverantwortlich, dass das hysterische Interesse an ihrem "Neuen Ich" auf ganzer Linie enttäuschte. Anderson Cooper formulierte es daher so: "Ich meine, sie reißt ja ihren Nimbus jedes Mal nieder, wenn sie das Lipgloss öffnet." Es war vermutlich ein Verteidigungsversuch, welcher nicht ganz gelungen war, da man nun die Person "Paris Hilton" und deren Wert nur noch in Häme berechnen wird.